Zum Inhalt
business intelligence.software
Softwareprofil

SAP Analytics Cloud: Preise, Verbindungen und Auswahlprüfung

SAP Analytics Cloud (SAC) verbindet Business Intelligence, Planung und vorausschauende Analysen in einem SaaS-Angebot. Für die Auswahl reicht die frühere Frage nach einem Preis pro Nutzer nicht mehr: SAP verweist aktuell auf SAP Business Data Cloud, nutzungsbasierte Abrechnung und ein individuelles Angebot. Kläre deshalb zuerst, welche Daten live in den Quellsystemen bleiben, welche Daten importiert werden und ob Planung mit Rückschreiben tatsächlich gebraucht wird.

Profil auf einen Blick

Preis und Abrechnung
Öffentlicher Einzelpreis nicht ausgewiesen; Beschaffung über SAP Business Data Cloud
Kostenlos nutzbar
60-Tage-Test laut SAP Help; dauerhaft kostenloser Tarif nicht bestätigt
Hosting und Region
SAP Cloud; konkrete Tenant-Region und Datenresidenz im Auftrag bestätigen
Sprache und Support
Deutsche Benutzeroberfläche und deutsche Datenzugriffssprache unterstützt
Datenanbindung
Live- und Importverbindungen; Voraussetzungen und Datenbewegung unterscheiden sich je Quelle
Wichtige Grenze
Öffentlicher Einzelpreis fehlt; Kapazitätsmodell, Mindestabnahme und Verbindungsgrenzen schriftlich klären.
Vor der Auswahl prüfen
Echte Quelle, SSO, Rollen, Live/Import, Planungsablauf, Datenregion und Gesamtangebot pilotieren.

Herstellerangaben geprüft am 04.10.2026. Kein eigener Praxistest. Primärquelle beim Anbieter. Nicht bestätigte Angaben sind ausdrücklich gekennzeichnet.

SAP Analytics Cloud richtig einordnen

SAP beschreibt Analytics Cloud als durchgängige Cloud-Lösung für BI, erweiterte und vorausschauende Analysen sowie Unternehmensplanung. Bestehende eigenständige Kunden können das Produkt weiter nutzen; zugleich positioniert SAP es als Bestandteil der SAP Business Data Cloud. Diese Produkt- und Beschaffungsstruktur sollte im Angebot eindeutig benannt sein: benötigte Services, Kapazitäten, Nutzer, Vertragslaufzeit und Support gehören in dieselbe Kalkulation.

Die Plattform ist besonders prüfenswert, wenn S/4HANA, SAP HANA, BW/4HANA, BusinessObjects oder SAP Datasphere bereits eine wichtige Rolle spielen. SAP dokumentiert außerdem Verbindungen zu Nicht-SAP-Quellen wie Google BigQuery und Snowflake. Ein vorhandener Konnektor entscheidet jedoch noch nicht über die Eignung: Authentifizierung, Datenbewegung, Aktualisierung und fachliche Modellierung unterscheiden sich je nach Verbindung.

Preis und Beschaffung: Angebot statt Listenpreis

Die öffentliche SAP-Preisseite für Analytics Cloud nennt derzeit keinen allgemein gültigen Euro-Preis pro Nutzer. Sie verweist auf die Lizenzierung über die Kernkapazität der SAP Business Data Cloud, nutzungsbasierte Abrechnung, Nutzerblöcke und Vertragslaufzeiten von drei bis zwölf Monaten. Regionaler Preis, Mindestabnahme, enthaltene Kapazität und Verlängerung müssen deshalb im konkreten Angebot geprüft werden.

Prüfpunkt Öffentlich erkennbar Im Angebot festhalten
Preis Kein allgemein gültiger öffentlicher Einzelpreis Gesamtpreis, Währung, Steuern und Mindestabnahme
Abrechnung Business-Data-Cloud-Kapazität und Nutzerblöcke Messgröße, enthaltene Menge und Mehrverbrauch
Laufzeit Drei bis zwölf Monate mit automatischer Verlängerung laut Preisseite Kündigungsfrist, Verlängerung und Preisbindung
Test 60-Tage-Test laut SAP Help Funktionsumfang und Übergang in den Vertrag

Übertrage das vollständige Angebot anschließend in den BIS-Gesamtkostenrechner. Neben der Lizenz gehören Einführung, Datenmodell, Berechtigungen, Schnittstellen, Betrieb und Schulung in die Rechnung.

Live-Verbindung oder Datenimport

Diese Entscheidung beeinflusst Architektur, Datenschutz und Leistung. Bei einer Live-Verbindung fragt Analytics Cloud die Quelle direkt ab; bei einem Import werden Daten in Analytics Cloud kopiert und dort gespeichert. SAP dokumentiert Live-Verbindungen unter anderem für S/4HANA, HANA, BW beziehungsweise BW/4HANA, BPC, Datasphere, BigQuery und Snowflake. Unterstützung und Einschränkungen hängen vom Quellsystem und Verbindungstyp ab.

Kriterium Live-Verbindung Import
Datenhaltung Abfrage am Quellsystem Kopie in Analytics Cloud
Aktualität Von Quelle, Abfrage und Netzweg abhängig Vom geplanten oder manuellen Import abhängig
Voraussetzungen Je nach Quelle CORS, Tunnel, Cloud Connector, SSO oder weitere Konfiguration Importberechtigung, Zeitplan, Speicher und Fehlerbehandlung
Pilotfrage Reaktionszeit und Berechtigungsdurchgriff Ladedauer, Delta-Verhalten und Datenkopien

Die SAP-Dokumentation zu Datenverbindungen ist der Ausgangspunkt für die technische Prüfung. Für BW nennt SAP bei Live-Verbindungen unter anderem direkte und Tunnel-Verbindungen sowie Konfigurationsanforderungen. Lass daher genau die geplante Kombination aus Quelle, Version, Netzwerk und Anmeldung bestätigen.

BI und Planung getrennt bewerten

Analytics Cloud kann Dashboards, Analyse, Planung, Prognosen und Szenarien in einer Oberfläche verbinden. In der Planung unterstützt SAP unter anderem private und gemeinsame Versionen. Das ist relevant, wenn Fachbereiche Ist-Daten analysieren und Annahmen oder Planwerte im selben Ablauf bearbeiten sollen. Die SAP-Seite zur Unternehmensplanung beschreibt diesen Funktionsbereich.

Bewerte trotzdem zwei Teilaufgaben: Erfüllt das Werkzeug die BI-Anforderungen und erfüllt es den Planungsprozess? Für reine Berichts- und Analysefälle kann eine umfassende Planungskomponente unnötige Kosten und Komplexität erzeugen. Für Planung müssen zusätzlich Freigaben, Versionen, Verteilung, Kommentierung, Schreibrechte und Rückschreiben geprüft werden. Der BIS-Leitfaden zur Planung ordnet diese Anforderungen ein.

Datenregion, Sprache und KI prüfen

SAP veröffentlicht Standorte für seine Cloud-Dienste, darunter Rechenzentren in Deutschland. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass jeder Analytics-Cloud-Tenant und jede Zusatzfunktion dort verarbeitet wird. Lass Tenant-Region, Datenresidenz, Sicherung, Wiederherstellung sowie Unterauftragsverarbeiter im Auftrag und in den geltenden Vertragsunterlagen bestätigen. Dokumentiere für Live-Verbindungen zusätzlich, welche Daten das Quellsystem verlassen.

Deutsch ist laut SAP-Sprachübersicht als Sprache der Benutzeroberfläche und des Datenzugriffs unterstützt. SAP bewirbt außerdem Joule und KI-gestützte Funktionen. Prüfe dafür separat Aktivierung, Berechtigungen, verwendete Daten, Verarbeitungskette und Vertragsgrundlage; die normale Tenant-Region beantwortet diese Fragen nicht vollständig.

Ein begrenzter SAP-Analytics-Cloud-Pilot

  1. Eine echte SAP-Quelle und, falls relevant, eine Nicht-SAP-Quelle mit der vorgesehenen Anmeldung verbinden.
  2. Dieselbe Kennzahl einmal live und einmal importiert prüfen; Datenkopie, Aktualität und Laufzeit dokumentieren.
  3. Zwei Rollen mit unterschiedlichen Berechtigungen anlegen und die tatsächliche Sicht kontrollieren.
  4. Für Planung eine private und eine gemeinsame Version, Freigabe und Rückschreiben mit Sollwerten testen.
  5. Dashboard-Ladezeit, Aktualisierung, Fehlerfall und Administrationsaufwand protokollieren.
  6. Das verbindliche Angebot gegen Nutzer, Kapazität, Datenregion, Support und benötigte Services prüfen.

Nutze dafür den BIS-Prüfplan mit einheitlichem Datensatz und Kontrollwerten. Für SAP Analytics Cloud liegen auf BIS noch keine eigenen Produkttestergebnisse vor; dieses Profil basiert auf den verlinkten Herstellerangaben.

Nach oben scrollen