BI-Anforderungskatalog: ausfüllen, prüfen und vergleichen
Ein BI-Anforderungskatalog übersetzt die Aufgabe deines Teams in überprüfbare Bedingungen für die Softwareauswahl. Fülle hier Ziel, Kandidaten, Muss- und Kann-Kriterien aus. Halte zu jedem Ergebnis einen Beleg fest und nimm denselben Katalog in jede Demo mit.
Redaktion: Axel Schweizer · Stand: 10.10.2026 · Kostenloses BIS-Auswahlwerkzeug. Die Kriterien und Auswertungsregeln sind unsere Vorlage; Bewertungen trägst du selbst ein. Daraus entstehen keine BIS-Testnoten oder Anbieterempfehlungen.
In vier Schritten zum prüfbaren Auftrag
- Ziel und Umfang festlegen: Welche Entscheidung soll der Bericht unterstützen? Welche Quelle, Nutzergruppe und Kennzahl gehören in den ersten Pilot?
- Kriterien anpassen: Ersetze Beispiel-Sollwerte durch eure Anforderungen. Muss bedeutet Ausschluss bei Nichterfüllung; Kann wird mit einem Gewicht von 1 bis 5 verglichen. Streiche unpassende Kriterien.
- Dieselbe Aufgabe zeigen lassen: Trage je Kandidat die angebotene Edition ein. Prüfe mit den vorgesehenen Nutzerrollen, den Daten und dem konkreten Vertrag. Notiere Datum, Ergebnis und Fundstelle im Belegfeld.
- Sichern und abstimmen: Lade die Projektdatei für die spätere Weiterarbeit herunter. CSV eignet sich für Tabellenprogramme; die Druckansicht für die gemeinsame Freigabe oder ein PDF.
Dein ausfüllbarer BI-Anforderungskatalog
Die Startwerte sind Beispiele für einen Reporting-Pilot. Ändere sie vor der Anbieterprüfung. Der Katalog sendet deine Eingaben nicht an BIS. Sichere sie als Projektdatei, bevor du den Tab schließt: Es gibt keine automatische Speicherung.
Nutzungserlaubnis für diesen Katalog: Du darfst die Vorlage und deine exportierten Projektdateien kostenlos für eure interne BI-Auswahl verwenden, anpassen und mit eurem Projektteam teilen – auch im beruflichen oder gewerblichen Einsatz. Diese ausdrückliche Erlaubnis gilt für den BI-Anforderungskatalog und seine Exporte und geht der allgemeinen Download-Beschränkung im Impressum vor.
Der ausfüllbare Katalog wird geladen. Dafür muss JavaScript aktiviert sein.
Was die Auswertung bedeutet
Die Muss-Prüfung hat Vorrang. Ein Muss-Kriterium ist erst bestätigt, wenn „Erfüllt“ gewählt und ein Beleg eingetragen ist. „Teilweise“ oder „Nicht erfüllt“ blockiert diese Muss-Prüfung. „Nicht geprüft“ und „Erfüllt“ ohne Beleg bleiben offen. Der Katalog prüft den Inhalt deiner Belege nicht; eine Marketingaussage allein ersetzt keinen passenden Demofall oder Vertragsnachweis.
Kann-Punkte bleiben vergleichbar: Erfüllt mit Beleg erhält das volle Gewicht, teilweise mit Beleg das halbe Gewicht. Andere Zustände erhalten null Punkte. Der Nenner enthält alle Kann-Gewichte, auch ungeprüfte Kriterien. Zusätzlich zeigt das Werkzeug den belegten Prüfstand. So wird eine lückenhafte Demo nicht durch einen verkleinerten Nenner aufgewertet. Sind keine Kann-Kriterien vorhanden, erscheint keine Kann-Punktzahl.
Eigenes Rechenbeispiel
Zwei Kann-Kriterien wiegen 4 und 2. „Erfüllt“ mit Beleg beim ersten und „Teilweise“ mit Beleg beim zweiten ergeben (4 + 1) ÷ 6 × 100 = 83,3 %. Ein zusätzliches ungeprüftes Kann-Kriterium mit Gewicht 4 senkt den Wert auf 50 %. Bleibt gleichzeitig ein Muss-Kriterium offen, ist die Muss-Prüfung auch bei 83,3 % nicht bestanden.
Diese Regel ist eine transparente Entscheidungshilfe für eure Eingaben. Sie misst weder die allgemeine Qualität eines Produkts noch den erwarteten Nutzen eures Projekts. Bestehende Verträge, Einführung, Pflegeaufwand und Wechselkosten müssen zusätzlich geprüft werden. Nutze dafür den BI-Gesamtkostenrechner.
Ein brauchbarer Beleg enthält Ergebnis und Kontext
Schreibe beispielsweise: „Demo vom 10.10.2026, Edition und Leserrolle dokumentiert; Nord sieht 20 Klicks, Süd ist verborgen; Export mit demselben Konto geprüft.“ Bei Kosten gehört die Quelle zum vollständigen Angebot, einschließlich Leser, Autoren, Kapazität, Einführung und Betrieb. Bei Datenregionen und Supportzugriffen brauchst du die zutreffende Vertrags- oder Produktdokumentation. Der Katalog ist keine Rechtsprüfung.
Der Vergleich Power BI vs. Tableau bietet einen synthetischen CTR-/Rechte-Prüffall. Der BIS-Prüfplan und die Fachvergleiche für Controlling, Planung, HR und Produktion liefern weitere Aufgaben und Sollwerte.
Fachliche Grundlage und Grenzen
Microsofts Leitfaden zur Planung von BI-Inhalten behandelt unter anderem Inhalt, Nutzer, Erstellung und laufende Verantwortung. Tableau Blueprint zur Governance beschreibt Daten- und Inhaltsverantwortung. Beide Primärquellen wurden am 10.10.2026 geprüft. Unser Katalog verbindet diese Themen mit eigenen Abnahmefragen; die konkrete Gewichtung und die Rechenregel stammen von BIS.
Eine Vorlage ersetzt weder den tatsächlichen Produktdurchlauf noch die Prüfung des konkreten Angebots. Lege Kriterien und Gewichte vor den Demos fest. Wenn ihr sie später ändert, wertet alle Kandidaten erneut nach denselben Bedingungen aus. Für gemeinsame Freigaben sollte eine verantwortliche Person Version, Datum und offene Risiken festhalten.
Aus dem Katalog einen Pilot machen
Wenn du Anforderungen, Daten und Abnahme gemeinsam vorbereiten möchtest, kannst du BI-Beratung bei BIC anfragen. BIC ist die Schwesterseite von BIS; diese Verbindung ist ein wirtschaftliches Interesse. Das kostenlose Werkzeug kannst du ohne Anfrage nutzen.
Methodik und Finanzierung erklären den Umgang mit Quellen, Tests und wirtschaftlichen Interessen.
Für eigenen Betrieb: Der Open-Source-BI-Vergleich liefert eine importierbare Projektvorlage mit 14 konkreten Fragen zu Rechten, Wiederherstellung und Gesamtkosten.
Gratisversionen mit Leserrollen prüfen
Der Vergleich kostenloser BI-Tools liefert eine importierbare 12-Kriterien-Vorlage für Freigaben, Datenzugriff und Ausbaukosten. Alle Produktbewertungen bleiben ungeprüft.
Datenübernahme und Wiederanlauf abnehmen
Der ETL-Vergleich liefert 14 importierbare Kriterien und ein CSV-Prüfpaket mit Sollwerten. Alle Produktbewertungen bleiben ungeprüft.
Transformation und Historisierung mit dbt prüfen
Das dbt-Profil liefert eine eigene Projektvorlage für Deletes, Freshness, Snapshots und Editionsgrenzen.